Der Uluru
Eigentlich merkwürdig, aber jedermann möchte auf seinen Australien Reisen den Ayers Rock sehen. Obwohl grössen mässig der Nachbarsfels Mount Conner viel eindrücklicher scheint erntet er nicht so viel Bewunderung. Auch die Form des Uluru, oder eben auch Ayers Rock genannt, ist nicht die eindrücklichste verglichen mit dem Kata Tjuta, welcher nicht weit entfernt steht. Manchmal ist die Symbolik von Naturmerkmalen mysteriös.
Ich habe mir so einige verschiedene artistische Bilder von dem roten Felsen Uluru angeschaut; er ist schon gut in Szene zu setzen. Ein Bild ist mir besonders aufgefallen. Die Stimmung am Himmel ist gewitterhaft, es ist sogar ein Blitz zu sehen. Das Licht des Blitzes scheint durch die Wolkendecke, welche blau lila das Bild bis zur Hälfte füllt. Der Fels steht majestätisch in mitten einer trockenen Steppenwüste, welche aus kleinen niedrigen Büschen besteht. Der Stein leuchtet in seinem orange als ginge es um einen Machtplatz in der bedrohlichen Gewitterstimmung. Die Kontraste und Schattenfiguren auf der Vorderseite des Uluru trainieren das Auge genau hinzusehen. Als würde die Abendsonne auf die offene, weite Landschaftsfläche um den Rock herum scheinen, leuchtet das Steppengras auf, der dunklen Wolkenstimmung des Himmels zum Trotz. Ich habe nun das Gefühl, dass dir das Camper Reisen durch Australien ein unglaubliches Gefühl der Freiheit gibt.
Die gute Beratung
Wir waren für ein Paar Tage in Montreal auf Kanada Reisen. In der Altstadt in einem Jeansladen liess ich mich von zwei netten Damen beraten. Sie begleiteten mich durch die Gänge und Gestelle, boten mir die neuen Farbkombinationen an, lächelten freundlich und warben für die guten Designer Namen. Die zuvorkommende Art der Verkäuferinnen erinnerte mich an das gut ausgebildete Verkaufspersonal in Nord Amerika. Das Geschäft war mit grossen Bildern dekoriert und grell beleuchtet. Ich entschied mich, zwei Paar Hosen anzuprobieren. Mir wurden zusätzlich zu den Hosen einen Gürtel und weitere Modelle in verschiedenen Farben gebracht. Eine Erklärung auf französisch zu einer möglichen Verlängerung und zu einer Anpassung der Hose in der Weite, sollten mich davon abhalten, mir zu schnell eine schlechte Meinung über die frisch anprobierten Jeans zu bilden. Die Hälfte der Kleider waren mit Strass besetzt, was überhaupt nicht mein Styl ist. Die Beratung war sehr mitteilungsbedürftig, und die Lady erzählte von ihren Kindern zuhause. Nach meiner Entscheidung, die eine Hosen zu kaufen, lernte ich an der Kasse ein zweites Fräulein kennen. Sie erzählte mir freudig von ihren Plänen in die Karibik zu reisen. Ich gratulierte ihr herzlich und berichtete ihr von meiner früheren Karibik Reise. So macht das Jeans einkaufen Spass.
Die andere Haltung
Meine nächste Wunsch-Ferien Destination ist noch nicht ganz bestimmt. Einerseits möchte ich gerne etwas Neues entdecken, ein Land wo ich noch nie war. Andererseits besteht der Reiz, in etwas bereits Entdecktes weiter vorzudringen, und mehr und genaueres über den Ort und die Menschen zu erfahren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei einem zweiten Besuch einer Gegend extrem viele und äusserst andersartige Erlebnisse gemacht werden. Es kommt sogar eine gewisse Vertrautheit ins Spiel, welche dir einen neuen Blick verschafft, eine andere Haltung, einen weiteren Horizont und eine grössere Auffassungs- und Beobachtungsgabe. Den Erstaufenthalt in einem Land vergisst man normalerweise nie, doch an den zweiten denkt man öfters. Es verbindet dich mit einem kleinen Stück Heimatgefühl. Auch hat einen zweiten Besuch den Vorteil der grossen Vorfreude bereits bekanntes Terrain aufs Neue zu betreten. Nach so vielen Reisen, welche ich gemacht habe weiss ich, dass eine gewisse kribblige, unsichere Vorfreude beim Betreten jedes fremden Flughafens ein kleiner Begleiter ist. Was ich jedoch immer noch aufgespart habe bis zum heutigen Tag ist eine Guatemala Reise. Ich habe von verschiedenen Bekannten, Verwandten und Freunden gehört, dass sich Guatemala Ferien immer lohnen. Ich werde es bald selber austesten…
Die Bekanntschaft
Im Zug nach Italien habe ich eine sehr nette Bekanntschaft gemacht. Als ich die Kopfhörer in den Ohren vor mich hinträumte und die vorbeiflitzende grüne Landschaft betrachtete, setzte sich eine ältere, gepflegte Dame mit einem grosszügigen Lächeln neben mich. Ihre Haare glänzten schwarz und sie nickte mir ohne ein Wort zu sagen nur zu. Somit konnte ich nicht feststellen was für eine Nationalität sie war. Für eine Einzelperson hatte sie unglaublich viel Gepäck und verteilte es geschickt unter die Sitze und über die Gepäckgitter. Sie kramte in ihrer Handtasche nach einer Zeitschrift und begann darin rumzublättern. Der Text erschien auf Spanisch. Ein paarmal drehte sie ihren Kopf Richtung Flur als würde sie eine Begleitung erwarten. Meine Vermutung bestätigte sich, eine junge Dame, oder eher ein Mädel, setzte sich neben sie. Nach einer halben Stunde waren wir drei rege im Gespräch und wir wussten woher wir kommen, was unser Reiseziel war und wo wir lebten. Die ältere Dame stammte aus Costa Rica, wohnte aber in Zürich und ihre Nichte wohnte in Deutschland und freute sich einmal im Jahr auf die gemeinsamen Ferien. Natürlich beriet die Dame mich über Costa Rica Reisen und schwärmte für ihr Ursprungsland mit glänzenden Augen. Auch sie wollte demnächst Costa Rica Ferien planen.
Wenn Gefahr droht
Mit dem geländegängigen Jeep reisten wir zu zweit in unseren Afrika Ferien durch Namibia. Nach einigen Minuten auf sandigem Weg, erinnerten wir uns an den Hinweis des Wagenvermieters, im Sand Luft aus den Reifen zu lassen, um die Reibungsfläche des greifenden Radreifens zu vergrössern. In einem Naturpark sollte man eigentlich ohne bewaffneten Guide nicht aus dem Auto steigen. Wir wollten auch wie geplant von einem Zeltplatz zum anderen reisen, jedoch waren wir uns in diesem Moment einig, die Sicherheit unserer Fahrt trotzdem zu verbessern. Aus dem Wagen gestiegen, vergingen nur einige wenige Sekunden, bevor sich meine Augen erschrocken weiteten. Vor meinem linken Knie, welches ich in den Sand gesetzt habe, entdeckte ich eine Spur, einen Abdruck. In der Mitte bestand er aus einem Leberförmigen Oval und dieses Oval wurde begleitet von vier kleineren Kreisen. Aus Rücksicht auf meine Begleitung verschwieg ich meine Entdeckung und wir stiegen nach der getanen Luftdruckverbesserung der vier Reifen schweigend zurück in den Wagen. Ich wollte eben keine unnötige Unruhe verbreiten. Das Tier hatte sich auch später nicht blicken lassen. Ob es wohl ein stolzer Löwe war? Zwei Tage später dachte ich, dass ich mein Spurenentdeckung nun doch teilen könnte. Ich beschrieb meinem Freund die Pfote bis ins Detail, so wie ich sie mir eingeprägt habe und merkte an seiner Reaktion, dass er dieselbe Pfote auch erblickt hatte. Nun konnten wir dieses Erlebnis teilen. Auf einer Afrika Reise sind die Entdeckungen zahlreich und unvergesslich, möchte man sie teilen oder nicht..
